Miami Files

Mitschrieb 1: Dead Beat

Alex hat schon seit längerem Alpträume und hört ständig das Schlagen eines Herzens. Vielleicht sind es auch mehrere.
Im Biltmore-Hotel spukt es – Totilas bekommt mit, dass Gerald mit einer Frau redet. Er selbst hört die Stimme des Mädchens, das er umgebracht hat, um zum White Court zu werden.

Im Keller eines Rohbaus wird eine Leiche gefunden. Die junge Frau ist völlig blutleer und offenbar auf rituelle Weise umgebracht worden – sie ist vollständig in Zellophanbandagen eingewickelt, neben ihr stehen Kerzen auf dem Boden und an sie ist ein Zettel mit dem Titel eines Liedes geheftet. Außerdem fehlt ihr Herz.
Es sind ein ganzer Haufen Vertreter diverser Regierungsbehörden anwesend, da sich schnell herausstellt, dass die Tote nicht die einzige ist, die auf diese Art und Weise umgebracht wurde. Offenbar geht ein Serienmörder um.

Nach diversem Kompetenzgerangel übernimmt Agent David Pace vom FBI den Fall und fordert ausgerechnet den SID als Unterstützung an. Allerdings wird nicht Edward mit der Untersuchung beauftragt, weil seine Kollegen Mark Caldwell und Allison Townsend sich sofort freiwillig dafür melden.
Pace und sein Kollege, der Profiler Alexander Rollins, kennen sich mit dem Übernatürlichen offensichtlich aus, denn sie schließen Red-Court-Vampire sofort kategorisch aus. Rollins bittet Edward, für ihn einen Kontakt zum White Court herzustellen. Edward verweist ihn erst mal an die Tantra Lounge, gibt aber Totilas Bescheid, dass da ein FBI-Consultant kommen wird.

Die schönen Männer / Ritter treffen sich, um erst mal die Lage zu besprechen. Da Alex Geister sehen und mit ihnen sprechen kann, wollen sie sich die Tatorte der verschiedenen Morde ansehen – vielleicht ist ja noch jemand da, der ihnen etwas erzählen kann.

Mittlerweile ist klar, dass es sieben Opfer gibt. Alle sind weiblich, weiß und zwischen 17 und 28 Jahren alt, brünett mit braunen Augen. Alle Frauen wurden aus ihrer Wohnung entführt, einige Tage festgehalten, mit Abfällen oder gar nicht ernährt, und schließlich im Keller eines leerstehenden Gebäudes (Rohbau oder Abrißgebäude) umgebracht. Alle Frauen wurden stundenlang geprügelt, bis sie dem Tode nahe waren. Fast allen wurde das Herz herausgeschnitten, nur einer nicht, die an einem Drogencocktail gestorben ist. Bei jeder davon lag ein Zettel, von ihr selbst geschrieben, mit dem Titel eines Liedes, in dem das Wort “heart” vorkommt.
Außerdem hatten alle Frauen eine Polizeiakte mit kleineren Verbrechen. Im Gefängnis war allerdings keine von ihnen.
Alle Tatorte sind professionell von Spuren befreit worden. In der Luft lag jeweils ein starker Geruch nach Ammoniak

Es gibt aber auch Unterschiede: Am Anfang wurden die Frauen gefesselt, später dann mit Drogen betäubt (bis zu dem unglücklichen Drogencocktail). Die beiden letzten Opfer wurden weder gefesselt noch unter Drogen gesetzt, haben sich während der Morde aber trotzdem nur wenig bewegt.
Die ersten Opfer haben noch geblutet (in einem Fall sogar sehr stark), aber die Blutmenge hat kontinuierlich abgenommen. Das letzte Opfer war völlig blutleer.
Alle Frauen wurden mit Gegenständen geschlagen, nur beim letzten Opfer hat der Täter die Faust benutzt.
Die Zeit, die die Frauen gefangen waren, ist immer länger geworden. Auch die Zeit, die sich der Täter für den tatsächlichen Mord genommen hat, ist immer länger geworden.

Rollins erstellt ein Täterprofil nach den bisherigen Informationen: Danach ist der Täter männlich, weiß, zwischen 30 und 40. Er hat Schwierigkeiten, mit seinen Gefühlen klar zu kommen, ist vermutlich extrem beherrscht, neigt aber zu gelegentlichen Wutausbrüchen. Mit Frauen kommt er nicht gut klar – einerseits verachtet er sie, andererseits begehrt er sie aber auch. Möglicherweise geht es ihm sogar um eine bestimmte Frau, die er begehrt. Wahrscheinlich ist er als Kind misshandelt worden. Er arbeitet in einer Position, die ihm Autorität gibt: Polizist oder etwas ähnliches. Aber er ist mit seinem beruflichen Erfolg nicht zufrieden.
Der Täter will auf jeden Fall Aufmerksamkeit, vermutlich von einer ganz bestimmten Person. Er wird auf jeden Fall weiter morden, wenn man ihn nicht aufhält. Er eskaliert gerade, der nächste Mord wird mit Sicherheit bald passieren.

Während die anderen schon mal zum ersten Tatort fahren, trifft sich Totilas mit Rollins in der Tantra Lounge. Dort stellt er fest, dass Rollins wohl süchtig nach der Berührung eines White-Court-Vampirs ist. Nachdem er die Sucht des Profilers befriedigt und gleichzeitig seinen Hunger gestillt hat, gibt er dem Mann seine Telefonnummer.

Am ersten Tatort finden Edward und die anderen keinen Geist. Tatsächlich gibt es gar keinen Geist in der Nähe des Gebäudes. In dem Raum, in dem das Ritual stattgefunden hat, treiben sich auch keine Tiere herum, weder Ratten noch Kakerlaken. Edward stellt fest, dass das Ritual wohl von einem menschlichen Magier durchgeführt wurde, nicht von einer Fee oder etwas ähnlichem, aber der Tatort ist schon ziemlich alt und die Magie größtenteils verflogen.
Als Robert sein Drittes Auge öffnet, sieht er blutige Fäden, die den ganzen Raum durchziehen. Er spürt eine Aura von Angst, Hass und Wut, die überall von diesen Fäden ausgeht. Außerdem hört er die Herzschläge, die auch Alex die ganze Zeit wahrnimmt. Auf dem Boden sieht er die Frau liegen, aber sie ist falsch, und er spürt unglaublichen Zorn auf diese falsche Frau – eben weil sie nicht die richtige ist.

Da Alex vermutet, dass vielleicht die Frau, deren Herz nicht fehlt, zum Geist geworden ist. Also fahren sie zu dem Tatort, an dem sie ermordet worden ist, ein Rohbau, der später mal eine Schule werden soll. Dort finden sie tatsächlich ihren Geist. Der ist allerdings nicht sehr hilfreich, denn sie ist zum Poltergeist geworden und besteht nur noch aus Angst, Hass und Zorn. Nach kurzem Kampf mit ihr beschließen sie, sich zurückzuziehen und später wiederzukommen, wenn sie besser vorbereitet sind (vielleicht mit etwas Geisterstaub). Der Tatort selbst ist genausowenig aufschlussreich wie der erste.

Am neuesten Tatort untersucht Edward die Magie noch einmal und stellt fest, dass es sich um ein Ritual aus einer europäischen Tradition handeln dürfte, ähnlich wie die Magie, die er selbst benutzt. Da der Täter die junge Frau bei dem Ritual geopfert hat, ist sehr viel Energie freigeworden, die aber nicht ausschließlich in das Ritual selbst geflossen ist – möglicherweise hat er die Energie irgendwo gespeichert, um sie später zu benutzen. Das könnte ein Problem werden.

Alex hat nämlich schon festgestellt, dass die Herzschläge, die immer dann zu hören sind, wenn die Grenze zwischen dem Hier und Jetzt und dem Nevernever geöffnet wird, eben diese Grenze schwächen. Das ist schon allein deswegen ein Problem, weil Halloween vor der Tür steht, wo die Grenze ohnehin schwächer wird.
Normalerweise wird von den Orunmila in der Nacht zwischen Oktober und November die Grenze im Coral Castle geöffnet, allerdings wird das Ritual dieses Jahr von den Santo Shango durchgeführt (das war Ciceróns Preis für die Oshun-Maske).
In dieser Nacht und am darauffolgenden Tag (dem Dia de los Muertos) kommen die Geister der Verstorbenen zurück, um noch einmal bei ihren Verbliebenen zu sein. Geister, die lieber Probleme machen, werden von den Santeros normaleweise zurückgehalten, mit Hilfe des geisterhaften Herrn von Coral Castle, dem Letten. Das ist Edward Leedskalnin, der das Coral Castle damals gebaut hat, und der auch heute noch als geisterhaftes Orakel Ratschläge gibt.

Edward beschließt, ein Ritual zu wirken, das ihn zum Herzen eines Mordopfers führen wird. Allerdings nicht sofort – zunächst wollen sich die Männer mal im Biltmore Hotel umschauen.

Dort treffen sie zunächst den Geist des Mädchens, das Totilas getötet hat – Bea. Sie hatte gehofft, mit ihrem Tod sei alles vorüber und sie müsste nicht mehr leiden, aber das hat nicht so recht funktioniert. Statt dessen ist sie immer noch da und hofft, dass ihr Opfer Totilas wenigstens stark gemacht hat, damit er anderen helfen kann.
In einem längeren Gespräch findet Cardo heraus, dass Beas Eltern sehr religiös waren und sie vermutlich misshandelt haben. Bea lief von zu Hause weg, wurde zur Prostituierten und dann von einer White-Court-Sozialarbeiterin mit nach Hause genommen. Da traf sie den 16jährigen Totilas und überzeugte ihn, sie zu töten. Sie fühlt sich aber immer noch schuldig, weil sie mit Männern geschlafen hat und Gott sowas ja verurteilt.

Totilas macht ihr klar, dass sich ja eigentlich die Männer versündigt haben und erfindet ein paar Bibelstellen, die das untermauern. Daraufhin kann Roberto sie dann überzeugen, dass sie nicht weiter leiden muss, und sie lässt sich von Alex auf ihren weiteren Weg schicken.

Alex und die anderen schauen sich weiterhin um und treffen Kyle, den Geist eines Punkers, der den White-Court-Hacker Vin Raith plagt. Von ihm erfahren sie, dass ihn eine “scharfe schwarzhaarige Schnitte” angeheuert hätte, Vin zu ärgern. Nachdem Vin ein Gesichtserkennungsprogramm angeworfen hat, erkennen Roberto und Totilas, dass es sich bei der “Schnitte” um niemand anderen als Camerone Raith handelt, Geralds Mutter, die zwar tot ist, aber trotzdem noch gut Ärger machen kann.

Totilas berichtet seinem Großvater davon. Gerald ist zwar einerseits erleichtert (weil da tatsächlich Geister sind), andererseits natürlich nicht sehr beruhigt, dass seine Mutter wieder aufgetaucht ist.
Nachdem Totilas seinen zornigen Großvater allein gelassen hat, erinnert er sich daran, dass Camerone ihn damals bei seinem Entschluß, ein White-Court-Vampir zu werden, subtil unterstützt und sogar ein wenig gedrängt haben könnte.

Am nächsten Morgen trifft sich Cardo mit Dee zum Frühstück und erfährt, dass ihr Ex in der Stadt ist – ein FBI-Agent, mit dem sie Schluß gemacht hat, weil er ihr irgendwie unheimlich wurde. Ein gewisser David Pace. Er hat sich schon ein paar Mal angerufen, aber sie hat eigentlich keine Lust, sich mit ihm zu treffen.

Später spricht Edward mit seinen Kollegen ab, dass er vielleicht über die Leichen das dazugehörige Herz finden kann. Im Kreise von Cardo (als SID-Consultant), Pace, Rollins, Caldwell und Townsend führt er ein Ritual durch, das ihn zu einem Storage Container führt, wo Privatleute ihr Zeug einlagern können. Nach kurzer Suche finden sie den richtigen Container, der allerdings mit einer magischen Falle vermint ist. Glücklicherweise kennt Pace ja jemanden bei den Marshalls, der sich gut mit Wards auskennt…
Dee wird also angerufen, und gemeinsam mit Edward und ihrem bewährten Schraubenzieher gelingt es ihr, die Tür ohne magische Explosion zu öffnen. Mittlerweile sind die Spurensicherung, ein SWAT-Team und diverse andere Polizisten, Detectives und offizielle Menschen eingetroffen, dahinter eine ganze Menge Reporter.

Während sich noch allerlei Volk bei dem Container tummelt, geht Alex auf den Bau, um sich von dem ständigen Gewummer des Herzens in seinem Geist abzulenken. Während dessen telefonieren Totilas und Roberto mit Jack. Der hat von der ganzen Sache noch nicht so viel mitbekommen (vermutlich wegen des ausgedehnten Drogentrips, auf dem er war), aber er wird die Augen offenhalten. Allerdings empfiehlt er, sich mal mit dem Letten in Coral Castle zu unterhalten, der kennt sich besser mit Geistern aus. Oh, und wenn sie ein grünes Einhorn sehen, sollen sie ihm Bescheid geben. Es gibt nur eine Grenze zum Nevernever, und wenn die dünner wird, dann kann da alles mögliche rauskommen. Vielleicht auch ein grünes Einhorn.

Also sammeln Totilas und Cardo Alex ein und fahren zum Coral Castle. Dort treffen sie den Letten, der selbst ziemlich beunruhigt über den ständigen Herzschlag ist. Zwar wird die Grenze deswegen nicht zusammenbrechen, aber es können sich Löcher bilden, durch die Dinge hindurchschlüpfen – vor allem an Halloween. Was es mit den Morden selbst auf sich hat, weiß er nicht, aber er sagt, dass irgendetwas den Mörder dazu gebracht haben muss, jetzt anzufangen, und dass es etwas mit Pech zu tun hat.

In dem Container haben Edward, Cardo und der Rest mittlerweile zwei Herzen gefunden. Sie befinden sich in zwei gläsernen Gefäßen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind – und sie schlagen noch. Das wird erst mal mit “Elektrizität” erklärt, aber tatsächlich gibt es keinerlei Kabel. Die Herzen werden mit magischer Energie am Schlagen gehalten. Allerdings ist es zu viel magische Energie für so ein an und für sich unkompliziertes Ritual, daher geben die Herzen mit jedem Schlag eine geringe Menge Energie ab.
Ansonsten finden sie ein altes Buch von einem Mönch namens Hieronymus, in dem einige Basis-Rituale beschrieben sind, einige Kerzen, anderen Ritualkram, ein paar Kassetten und einen alten Kassettenrekorder. Der ganze Container stinkt nach Moschus.

Bei einer genaueren Untersuchung wird ein Fingerabdruck auf dem Buch entdeckt – er gehört James Vanguard von Vanguard Securities. Das ist vor allem deswegen schlecht, weil gerade heute die erste Nacht des Vollmonds ist, und Vanguard ist bekanntlich ein Lykanthrop.

Allerdings treffen die SWAT-Teams, die Vanguard verhaften sollen, ihn weder bei sich zu Hause noch in seinem Büro an. Er und seine ganzen Mit-Lykanthropen sind erstmal verschwunden.

Als Edward versucht, Vanguard per Such-Ritual zu finden, stellt er fest, dass das Ritual ihn erneut zu dem Container des Mörders führt. Das passt damit zusammen, dass keins der beiden gefundenen Herzen dem Opfer gehört hat, über das er eigentlich versucht hat, das Herz zu finden. Offenbar werden irgendwelche Such-Rituale im Moment gerade auf den Container abgeleitet. Er gibt diese Information an David Pace weiter.

Etwas später erreicht Edward ein Anruf von einem Mitarbeiter Vanguards: Sein Chef wäre unschuldig, wolle aber nicht gerade zu Vollmond verhaftet werden. Er will sich mit Edward treffen, nördlich der Stadt.

Also fahren Edward und die anderen los. Das Treffen mit Vanguard verläuft sehr angespannt, weil er und Edward sich stark zusammenreißen müssen. Aber er behauptet, nicht der Mörder zu sein (was soweit auch glaubhaft klingt). Er will sich stellen, aber nicht zu Vollmond, sondern erst übermorgen, wenn ihm die Selbstkontrolle nicht mehr so schwer fällt. Edward stimmt zu.
Vanguard erwähnt noch, dass es ganz gut wäre, wenn er nicht auf Suchtrupps treffen würde – heißt, wenn er wüsste, wo welche sind, würde er denen aus dem Weg gehen.

Auf dem Heimweg von dem Treffen kommt es zu einem Zwischenfall, weil Edward sich nicht mehr kontrollieren kann und aus dem Auto springt, um sich abzureagieren. Da er das aber mitten in einem Wohngebiet macht, folgt ihm Totilas und provoziert ihn, sodass danach Edward Totilas die ganze Nacht durch die Gegend hetzt.

Am Morgen sammeln Cardo, Alex und Roberto den hungrigen und erschöpften White-Court-Vampir wieder ein. Edward scheint sich abgeregt zu haben, hat sich aber allein auf den Heimweg gemacht.

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Marganma

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